Die «Auster»: Schottisches Wellenkraftwerk geht ans Netz

Dennis Härtig am 20. 11. 2009

(Screenshot: Youtube)Klein und unscheinbar liegt es im Wasser: Seit 20. November ist «Oyster» am schottischen Stromnetz angeschlossen. Die «Auster» ist ein Wellenkraftwerk unmittelbar vor der Westküste der Orkney Mainland-Insel. Darüber berichtet die Online-Ausgabe der Technology Review. Die Auster besteht aus zwei Teilen: dem eigentlichen Generator, der am Ufer steht, und einem vor der Küste in etwa 15 Meter Wassertiefe montierten «Offshore»-Modul. Und dieses sieht fast so aus wie eine Auster: Auf dem Meeresboden ist eine Plattform befestigt. Darauf ist über ein Scharnier eine Klappe befestigt, die von Schwimmkörpern aufrecht gehalten wird. Die Wellen bewegen diese Klappe und pumpen mit Hife einer Hydraulik Wasser zur Ufer-Einheit, das dort einen Generator antreibt.

Das Wellenkraftwerk als Prinzipbild (Quelle: Aquamarine Power)Bereits vor zehn Jahren war auf der Azoreninsel Pico eine Pilotanlage in Betrieb genommen worden, die sich das gleiche Prinzip zur Stromerzeugung zu Nutzen machte. Jedoch war die Technik damals noch nicht ausgereift, es kam immer wieder zu langen Störungen und Ausfällen. In Schottland arbeiten die Entwickler bereits am Nachfolgemodell Oyster II, welches durch drei Unterwasser-Einheiten eine Leistung von 2 Megawatt erbringen soll. Gemäss der britischen Organisation Carbon Trust wäre es möglich, etwa 4000 Terawattstunden (TWh) pro Jahr an Wellenenergie zu nutzen – vorausgesetzt, die Technik ist vorhanden.

Oyster® – Wie funktioniert das Prinzip der Wellenkraft?



Weiterführende Informationen

Geografische Position des Oyster-Kraftwerkes



Wellenkraftwerk «Oyster» bei Billia Croo auf einer größeren Karte anzeigen


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