Minergie-P®: Optimiertes Zusammenspiel am Beispiel Woodstock

Dennis Härtig am 7. 1. 2010

Das Projekt Woodstock will aufzeigen, wie im Zusammenspiel der Haustechnik mit der Gebäudehülle in Bezug auf das Minergie-P® ein PlusEnergiehaus entstehen kann. Die Wärme für die Raumheizung wird über eine zentrale Erdsondenwärmepumpe in minimaler Auslegung erzeugt. Während den warmen Sommertagen wird über die Erdsonden eine sanfte Kühlung für die Räume gewährleistet, ohne den Einsatz der Wärmepumpe. Wärme und Kälte werden über akustisch gedämmte Heiz- und Kühldecken in den Aufenthaltszonen abgegeben. Für diese Art der Wärme- und Kälteabgabe ist auch der Einsatz des Baustoffs Lehm sinnvoll. Lehm hat die Eigenschaft, die anfallende Feuchte im Raum zu absorbieren und zu einem späteren Zeitpunkt (beispielsweise in der Nacht) wieder an den Raum abzugeben.

Pro Geschoss wird ein Lüftungsgerät mit eingebauter Wärmerückgewinnung vorgesehen. Die Aufenthaltszonen werden mechanisch mit frischer Luft versorgt. Somit verringert sich der Bedarf an Wärme für die Raumheizung. Auf dem Dach und an der Ost- und Südfassade sind rund 250 m² Photovoltaikzellen installiert. Diese Fläche reicht aus, um den Strombedarf für die Wärmepumpe sowie die Lüftungsanlagen und Klimatisierung zu decken. Ein Beleuchtungskonzept mit Leuchtdioden (LED) garantiert optimales Licht mit minimalem Leistungsbedarf und minimaler Abwärme. Mit der Ressource Regenwasser wird ein zweiter Kreislauf installiert.

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